Termine

Sonntag, 16. Oktober 2022
18:00 Uhr
Edward Grieg – 4 Psalmen Op. 74 und weitere Werke
Kirche St. Ludwig, Ludwigkirchplatz 10, Berlin

Georg Streuber - Bariton

Singflut Berlin
Jazz-Ensemble
Jakobus Gladziwa - Leitung

Sonntag, 20. November 2022
18:00 Uhr
Joseph Haydn – „Die Schöpfung“ Hob. XXI:2
St. Ludwig, Ludwigkirchplatz 10, Berlin

n.n. - Sopran
Christian Volkmann - Tenor
Georg Streuber - Bass

Chöre der Gemeinde St. Ludwig

Kammerorchester

Jakobus Gladziwa - Leitung

Samstag, 10. Dezember 2022
16:00 Uhr
J.S.Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 1-3
Thomaskirche, Schillerstraße 48 99096 Erfurt

Ausführende:

Solisten
Augustiner-Kantorei
Prediger-Kinderchor
Andreas-Kammerorchester
Ltg.: LKMD Dietrich Ehrenwerth

Samstag, 10. Dezember 2022
19:30 Uhr
J.S.Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 1-3
Thomaskirche, Schillerstraße 48 99096 Erfurt

Ausführende:

Solisten
Augustiner-Kantorei
Prediger-Kinderchor
Andreas-Kammerorchester
Ltg.: LKMD Dietrich Ehrenwerth

Freitag, 16. Dezember 2022
17:00 Uhr
J.S.Bach – Weihnachtsoratorium für Kinder
Kreuzkirche, Henriettenstr. 36, 09112 Chemnitz

Ausführende:

n.n.
Bass: Sebastian Richter
Sprecher: Georg Streuber

Kantorei der Kreuzkirche Chemnitz
Chemnitzer Barockorchester
Leitung: Kantor Steffen Walther

Sonntag, 2. April 2023
17:00 Uhr
J.S.Bach Matthäus-Passion
Thomaskirche, Schillerstraße 48 99096 Erfurt

Ausführende:

Solisten
Augustiner-Kantorei
Prediger-Kinderchor
Andreas-Kammerorchester
Ltg.: LKMD Dietrich Ehrenwerth

Freitag, 7. April 2023
17:00 Uhr
J.S.Bach Matthäus-Passion
Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig

Ausführende:

Solisten
BachChor
Festivalorchester
Ltg.: Kantor Markus Kaufmann

Sonntag, 9. April 2023
10:00 Uhr
Maurice Duruflée – Messe cum jubilo
St. Ludwig, Berlin

Festmesse zum Ostersonntage

Bariton: Georg Streuber

Herrenchor des Singflut Chores

Leitung: Jacobus Gladziwa

Samstag, 17. Juni 2023
19:00 Uhr
Giacomo Puccini – Messa di Gloria und Maurice Duruflée – messe cum jubilo
St. Ludwigkirche, Ludwigkirchpl. 10, 10719 Berlin

Giacomo Puccini - Messa di Gloria
Maurice Duruflée - Messe "cum jubilo"

Abschiedskonzert des Kantors

Kirchenchor der Kirche St. Ludwig
Tenor: n.n
Bass: Georg Streuber

Leitung: Jacobus Gladziwa

Archiv

Dienstag, 19. Juli 2022
20:00 Uhr
IX. Sinfonie L. van Beethoven und Stephan König „Elysium“
Sommerkino, Přemyslova 4752/4752, 430 01 Chomutov, Tschechien

N.N. - Sopran
Roksolana Chraniuk - Alt
N.N. - Tenor
Georg Streuber - Bariton

Sommerphilharmonie und -Chor

Elisabeth Fuchs - Leitung

Sommerphilharmonie und -Chor

„Alle Menschen werden Brüder…!“
„Liebt euch selbst und eure Brüder! Körperkraft und Schönheit sei eure Zierd’, Verstandeshelle euer Adel! Reicht euch der ew’gen Freundschaft Bruderhand, die nur ein Wahn, nie Wahrheit euch so lang entzog. Zerbrechet dieses Wahnes Bande! Zerreißet dieses Vorurteiles Schleier! Enthüllt euch vom Gewand, das Menschheit in Sektiererei verkleidet! In Kolter schmiedet um das Eisen, das Menschen, das Bruderblut bisher vergoß! Zersprenget Felsen mit dem schwarzen Staube, der mordend Blei in Bruderherz oft schnellte! Wähnt nicht, daß wahres Unglück sei auf meiner Erde, Belehrung ist es nur, die wohltut, wenn sie euch zu bessern Taten spornt; Die, Menschen, ihr in Unglück wandelt, wenn töricht blind ihr rückwärts in den Stachel schlagt, der vorwärts euch antreiben sollte. Seid weise nur, seid kraftvoll und seid Brüder! Dann ruht auf euch mein ganzes Wohlgefallen; dann netzen Freudenzähren nur die Wangen; dann werden eure Klagen Jubeltöne; dann schaffet ihr zu Edenstälern Wüsten; dann lachet alles euch in der Natur; dann ist’s erreicht, des Lebens wahres Glück.“

Unter dem Motto von Schillers Ode an die Freude steht auch die Europäische Sommerphilharmonie und -Chor 2022. Aufgeführt wird L. v.Beethovens IX. Sinfonie und das Auftragswerk „Elysium“ von Stephan König. Dieser wurde von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft beauftragt unter der Verwendung von Motiven und Texten aus Mozarts Kantate KV 619 „Die ihr des unermesslichen Weltalls Schöpfer ehrt“ ein Werk für die Besetzung von Beethovens IX. Sinfonie und Jazztrio zu komponieren.

Bei der Sommerphilharmonie und -Chor treffen sich begeisterte Sänger*innen und Instrumentalist*innen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Ukraine und Österreich in Chemnitz. Musiker*innen aus allen Alters-und Könnensstufen sind dabei herzlich willkommen.Während einer 4-tätigen Probenphase wird das obenstehende Programm unter Anleitung von professionellen Mentoren gemeinsam erarbeitet.

Montag, 18. Juli 2022
20:00 Uhr
IX. Sinfonie L. van Beethoven und UA Stephan König „Elysium“
Karl-Marx-Monument, Brückenstraße 10, 09111 Chemnitz

N.N. - Sopran
Roksolana Chraniuk - Alt
N.N. - Tenor
Georg Streuber - Bariton

Sommerphilharmonie und -Chor

Elisabeth Fuchs - Leitung

Sommerphilharmonie und -Chor

„Alle Menschen werden Brüder…!“
„Liebt euch selbst und eure Brüder! Körperkraft und Schönheit sei eure Zierd’, Verstandeshelle euer Adel! Reicht euch der ew’gen Freundschaft Bruderhand, die nur ein Wahn, nie Wahrheit euch so lang entzog. Zerbrechet dieses Wahnes Bande! Zerreißet dieses Vorurteiles Schleier! Enthüllt euch vom Gewand, das Menschheit in Sektiererei verkleidet! In Kolter schmiedet um das Eisen, das Menschen, das Bruderblut bisher vergoß! Zersprenget Felsen mit dem schwarzen Staube, der mordend Blei in Bruderherz oft schnellte! Wähnt nicht, daß wahres Unglück sei auf meiner Erde, Belehrung ist es nur, die wohltut, wenn sie euch zu bessern Taten spornt; Die, Menschen, ihr in Unglück wandelt, wenn töricht blind ihr rückwärts in den Stachel schlagt, der vorwärts euch antreiben sollte. Seid weise nur, seid kraftvoll und seid Brüder! Dann ruht auf euch mein ganzes Wohlgefallen; dann netzen Freudenzähren nur die Wangen; dann werden eure Klagen Jubeltöne; dann schaffet ihr zu Edenstälern Wüsten; dann lachet alles euch in der Natur; dann ist’s erreicht, des Lebens wahres Glück.“

Unter dem Motto von Schillers Ode an die Freude steht auch die Europäische Sommerphilharmonie und -Chor 2022. Aufgeführt wird L. v.Beethovens IX. Sinfonie und das Auftragswerk „Elysium“ von Stephan König. Dieser wurde von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft beauftragt unter der Verwendung von Motiven und Texten aus Mozarts Kantate KV 619 „Die ihr des unermesslichen Weltalls Schöpfer ehrt“ ein Werk für die Besetzung von Beethovens IX. Sinfonie und Jazztrio zu komponieren.

Bei der Sommerphilharmonie und -Chor treffen sich begeisterte Sänger*innen und Instrumentalist*innen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Ukraine und Österreich in Chemnitz. Musiker*innen aus allen Alters-und Könnensstufen sind dabei herzlich willkommen.Während einer 4-tätigen Probenphase wird das obenstehende Programm unter Anleitung von professionellen Mentoren gemeinsam erarbeitet. Das Highlight bildet das Abschlusskonzert, dass am Dienstag, 19. Juli 2022 unter freiem Himmel mitten in der Chemnitzer Innenstadt stattfinden wird.

Montag, 13. Juni 2022
19:30 Uhr
32. Sächsiches Mozartfest – Liederabend – „Seel an Seele“
Schloß Waldenburg, Peniger Str. 10, 08396 Waldenburg

Lieder von Richard Wagner, Vasyl Barvinsky und Richard Strauss

Roksolana Chraniuk - Alt
Georg Streuber - Bariton
Mai Yakushiji - Klavier

Im Mittelpunkt des Konzertes steht der ukrainische Komponist Vasyl Barvinsky, dessen sechs ausgewählte Lieder, umgeben mit allbekannten Meisterwerken von Richard Wagner und Richard Strauss, mit diesen in einen produktiven Dialog treten. 1948 wurde der damals am Konservatorium von Lwow (heute Lviv/Ukraine) als Professor unterrichtende Komponist verhaftet, seine Werke daraufhin verboten und größtenteils vernichtet. Danach fielen er und sein Schaffen in Vergessenheit. Die Fokussierung auf seine Lieder soll den bedeutenden Künstler wieder in Erinnerung rufen.

Montag, 13. Juni 2022
19:30 Uhr
32. Sächsiches Mozartfest 2023 – 200 Jahre Theodor Kirchner
Schloß Waldenburg, Peniger Str. 10, 08396 Waldenburg

Lieder und Klavierwerke des sächsichen Meisters und Freund Clara Schumanns

Roksolana Chraniuk - Alt
Georg Streuber - Bariton
Mai Yakushiji - Klavier
Christian Kluttig- Klavier und Moderation

Details folgen

Montag, 13. Juni 2022
19:00 Uhr
Klangspuren – Hans Krieg (Un)Vergessene Lieder
Jüdisches Theaterschiff "MS Goldberg" Havelufer unterhalb der Dischinger Brücke (fußläufig von Bahnhof Spandau)

Klangspuren – Hans Krieg (Un)Vergessene Lieder

Einführungstext von Judith Kessler

 

Hans Krieg (1899–1961). Er hat nicht mal einen deutschen Wikipedia-Eintrag und teilt das Schicksal vieler von den Nazis verfemter, vertriebener oder ermordeter jüdischer Komponisten. Sie sind vergessen!

Georg Streuber, Bariton

Markus Syperek, Klavier

 

Doch am kommenden Montag (13. Juni, 19 Uhr) geben uns Georg Streuber (Bariton) und Markus Syperek (Klavier) Gelegenheit, mit ihre Konzert "(Un)vergessene Lieder" die erstaunlich facettenreiche, wunderschöne Musik Hans Kriegs (wieder) zu entdecken – auf unserem Jüdisches Theaterschiff MS Goldberg in Berlin-Spandau. Eine besondere Freude: Mirjam, die inzwischen 89-jährige Tochter des Komponisten, reist zu diesem Konzert extra aus Amsterdam an.…
Aber wer war eigentlich Hans Krieg?
Der Sohn von Helene Proskauer aus Oppeln und

des Lederwarenfabrikanten Hugo Krieg aus dem polnischen Koło wurde 1899 im schlesischen Haynau geboren. Schon sein Großvater Moses Selig Krieg war Chasan (Kantor) gewesen und Musik spielte in seinem Elternhaus eine wichtige Rolle. Mit sechs Jahren spielte Hans bereits Klavier, zwei Jahre später begann er zu komponieren. Natürlich studierte er Musik und er hatte die besten Lehrer seiner Zeit, wie Humperdinck in Leipzig und Ochs und von Rezniček in Berlin.

Ab 1923 arbeitete Krieg als Chorbegleiter, Operndirigent und Komponist an den führenden Theatern in Deutschland und Zürich. Ab 1928 leitete er in Breslau den Chor der jüdischen Gemeinde und Arbeiterchöre. Seine Liebe zur Stimme zeigt sich in einer Reihe von Vokalwerken, die eine raffinierte, poetische Qualität im spätromantischen Stil und den Einfluss seiner Vorbilder Brahms und Mahler aufweisen. Auch seine Musik zu Franz Werfels „Paulus unter den Juden“ wurde begeistert aufgenommen, unter anderem von Max Brod.

1929 heiratete Hans Krieg die 24-jährige Regina Rachel Sternlieb aus Hinterwalden (Zaliszczyki, damals Österreich-Ungarn, heute Ukraine). Im Jahr darauf wurde beider Tochter Susanne Rachel geboren. Bereits kurz nach der Machtübergabe an Hitler erschienen 1933 Karikaturen von Krieg in NS-Zeitschriften. Hans Krieg floh mit Frau, Tochter, Bruder, Schwester, Mutter und Schwiegermutter in die Niederlande. Im selben Jahr wurde in Amsterdam die zweite Tochter Miriam geboren. Krieg nahm jeden Job an, um seine Familie über Wasser zu halten: Er kopierte Partituren, schrieb Artikel über jüdische Musik und Musiker für Lexika, unterrichtete Musik und war als Rundfunksprecher, Dirigent (u.a. der „Joodsche Orkestvereeniging Amsterdam“), Organist, Chorleiter, Korrepetitor und Sprecher unterwegs. Und Krieg „integrierte“ sich in die niederländische Gesellschaft, wie sein Festlied anlässlich der Geburt von Prinzessin Beatrix aus dem Jahr 1938 zeigt.

Nach der Besetzung der Niederlande schrieb er für die politische Kabarettsendung des VARA-Radios Chansons und Lieder für Ernst Busch, Dora Gerson und Chaja Goldstein zu Texten von Zweig, Tucholsky, Klabund und anderen Wortgewaltigen. „Diesen Größen musikalisch gerecht zu werden verstand Hans Krieg auf eigene, oft erhaben oder beißend sarkastische Art und Weise, indem er melodramatische Passagen, Psalmgesänge, Kunstlied und Chanson gleichberechtigt nebeneinanderstellte“, schreibt sein Interpret Georg Streuber.

Doch im Mai 1943 wurde die Familie gezwungen, auf den Afrikanerplein, ein ausschließlich jüdisches Viertel, umzuziehen. Einen Monat später wurde Hans Krieg bei einer Razzia verhaftet und kurz darauf die gesamte Familie in das Durchgangslager Westerbork deportiert. Der musikbesessene Krieg schaffte es, dort weiter Musik zu machen. Bei der „Dienstagsrevue“ war er Arrangeur, Korrepetitor und spielte im Orchester. Er leitete den Kinderchor und unterrichtete Mithäftlinge. Er sang, um die Moral hochzuhalten, und begleitete sich selbst auf der Gitarre oder Blockflöte, die er aus Deutschland mitgebracht hatte.

Aus dem Brief eines Mithäftlings: „Der eindrucksvollste Bursche in unserer Baracke Nr. 68 ist der Musiker Hans Krieg. Jeder im Lager kennt seine stämmige Figur. Er trägt immer eine schmierige braune Baskenmütze und geht mit seinem Beutel voll mit Musikbüchern und Kompositionen von einer Baracke zur nächsten, um die Kinder zu unterrichten. (…) „Und er wiederholt zum x-ten Mal irgendein jiddisches oder hebräisches Lied. Das ist seine Stärke, Jiddisch und Hebräisch. In der Sekunde, in der er die ersten Akkorde auf seiner Gitarre anschlägt, verwandelt sich sein ganzes Wesen wie von Zauberhand. Er singt nicht oder rezitiert seine Lieder, er lebt sie! (…) Wenn ich in Zukunft an W’bork zurückdenke, wird einer der wenigen Lichtblicke, die für mich mit W’bork verbunden sind, darin bestehen, Hans Krieg getroffen und ihm zugehört zu haben.“

Währenddessen entkam die Familie zweimal einem Transport nach Auschwitz, weil die Töchter auf die Krankenstation eingeliefert wurden, und beim dritten Mal dank Kriegs Schwiegermutter. Ihr war es gelungen, die Familie auf der „Palästina-Austausch“-Liste des Roten Kreuzes unterzubringen, was das „Privileg“ bedeutete, in ein Austauschlager transportiert zu werden. So kamen Hans, Regina, Susanne und Mirjam im Januar 1944 in das KZ Bergen-Belsen. Von Palästina war keine Rede mehr. Krieg musste in der Schuhfabrik arbeiten, seine Frau in der Suppenküche. Dem Motto „Musik ist Nahrung für die Seele“ blieb Hans Krieg auch hier treu; gegen jeden Befehl versuchte er seine Mithäftlinge und die Kinder aufzumuntern, indem er mit ihnen zusammen holländische und hebräische Volkslieder sang.

Im April 1945, kurz vor der deutschen Kapitulation, wurden die verbliebenen Mitglieder der Familie – Hans Kriegs Mutter Helene war schon 1943 in Sobibór ermordet worden, seine Schwiegermutter Josefine Sternlieb 1944 in Auschwitz – in einen Güterzug gepfercht, der nach Theresienstadt gehen sollte. Der sog. „verlorene Transport" fuhr tagelang ziellos zwischen den Frontlinien herum. Schließlich, nach 13-tägiger Irrfahrt, wurden die Insassen des Geisterzuges am 23. April 1945 bei Tröbitz in Brandenburg von der Roten Armee befreit.

Im Juni kehrten die vier Kriegs nach Amsterdam zurück. Da sie keine Niederländer waren, wurden sie zusammen mit Mitgliedern der holländischen nationalsozialistischen Bewegung in einem Internierungslager in Limburg festgehalten. Hans musste nach dieser nächsten Horrorepisode stark geschwächt in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Hier blieb er einen Monat, doch schon im Oktober 1945 gab er im „Nieuw Israëlietisch Weekblad“ eine Anzeige auf und bot sich als Lehrer, Dirigent, Begleiter und Komponist hebräischer und jiddischer Lieder und Musik an. Im November trat er wieder auf. Wie vor dem Krieg arbeitete er in vielen Disziplinen: als Korrepetitor bei Konzerten in der Synagoge, Dirigent der Niederländischen Operetten-Amateurgesellschaft, Sänger, Rundfunksprecher, Kopist von Partituren, Komponist und Lehrer. In Apeldoorn gab er etwa fünfhundert Kindern Musikunterricht, unterrichtete liturgische und weltliche Musik am Amsterdam Music Lyceum, leitete jüdische Kinderchöre, schrieb viele witzige Kinderlieder, tourte mit Vorträgen über jüdische Musik durchs Land und verfasste über dreißig wissenschaftliche Publikationen zur jüdischen Musik, für die er alte Musikquellen studiert und chassidischen Sängern zugehört hatte.

Hans Krieg hatte einen eigenen Verlag, die „Jewish Music Editions Kadimah“, und alle seine Partituren, mit großer Genauigkeit handgeschrieben, sie sehen aus wie Drucksachen und wurden von einer Fotoreproduktionsfirma vervielfältigt. Besonders seine Nachkriegskompositionen haben jüdischen Charakter, wie „Eli Eli“ von 1947 und „Waar bleven de Joden van ons Amsterdam“? (Wo sind die Juden unseres Amsterdams?), ein Lied zum Gedenken an die Deportierten. Aber Hans Krieg war auch ein begeisterter Chormusiker. Er leitete den „Amsterdams Jewish Men's Choir“, gründete den Frauenchor „Hasjier Hajehoedie“ und komponierte für beide Chöre, die häufig im Radio und Fernsehen auftraten, die Einweihung der Synagogen in Antwerpen und Rotterdam begleiteten und zum Tag der Befreiung 1955 in „seinem“ Lager Bergen-Belsen auftraten. Ein anderer Höhepunkt war 1960 die Aufführung seines Requiems „Jiskor“, einer sechssätzigen Gedenksymphonie, die von Radio Jerusalem am Jom Haschoa ausgestrahlt wurde.
Hans Krieg hat das jüdische Musikerbe bewahrt, ihm originäre Werke hinzugefügt und seine melodische Stimme machte ihn zum idealen Interpreten dieses Repertoires. Er und seine Tochter Mirjam, die ebenfalls Sängerin wurde, waren ein eingespieltes Team. Sie gaben Konzerte und Abende zur Geschichte der jüdischen Musik und Hans begleitete Mirjam am Klavier. Sie veröffentlichten auch zwei Alben; das dritte kam nicht mehr zustande, da das Herz des Komponisten am 26. November 1961 nach einer Chorprobe stehen blieb.

Eintrittskarten via Ticketmaster.de

Samstag, 28. Mai 2022
19:00 Uhr
Joseph Haydn – „Die Schöpfung“ Hob. XXI:2
Ev. Kirche Hoyerswerda

Anna Stadler - Sopran
Samir Bouadjadja - Tenor
Georg Streuber - Bass

Esther Slesazeck - Cembalo

Ebersbacher Kantorei
Oratorienchor Hoyerswerda

Neue Lausitzer Philharmonie

Chöre der Gemeinde St. Ludwig
Leitung - Amadeus Egermann

Samstag, 14. Mai 2022
16:00 Uhr
Joseph Haydn – „Die Schöpfung“ Hob. XXI:2
Ev.-Luth Kirche Neugersdorf-Ebersbach

Anna Stadler - Sopran
Samir Bouadjadja - Tenor
Georg Streuber - Bass

Esther Slesazeck - Cembalo

Ebersbacher Kantorei
Oratorienchor Hoyerswerda

Neue Lausitzer Philharmonie

Chöre der Gemeinde St. Ludwig
Leitung - Amadeus Egermann

Sonntag, 1. Mai 2022
21:05 Uhr
Giacomo Puccini – Tosca (Konzertant) Ausstrahlung
Haus des Rundfunks - Berlin

Besetzung
Marco Armiliato - Dirigent
Melody Moore - Sopran (Floria Tosca)
Fabio Sartori - Tenor (Mario Cavaradossi)
Lester Lynch - Bariton (Baron Scarpia)
Kevin Short - Bass (Cesare Angelotti)
Alexander Köpeczi - Bariton (Ein Sakristan)
Colin Judson - Tenor (Spoletta)
Georg Streuber - Bariton (Sciarrone)
Axel Scheidig - Bass (Ein Schließer)
N.N. - Sopran (Ein junger Hirte)

Rundfunkchor Berlin
Ines Kaun - Choreinstudierung
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Christian Lindhorst - Choreinstudierung

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jonathan Santagada - Assistent des Dirigenten
Am Mikrofon: Haino Rindler

Die Oper „Tosca“ von Puccini erzählt packend von Machtmissbrauch, Liebe und Verrat. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin führt sie konzertant auf und zeigt so, dass dieses Werk auch ohne Szenerie und Kostüme mitreißt.

Runfdunk-Sinfonieorchester Berlin

Programmseite des Deutschlandfunk

Freitag, 15. April 2022
19:30 Uhr
Johann Sebastian Bach, Johannes-Passion BWV 245
Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Johann Sebastian Bach
Passionsoratorium nach dem Evangelisten Johannes BWV 245

Kantorei der Kreuzkirche
Chemnitzer Barockorchester

 

Leitung: Steffen Walther

Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Mittwoch, 13. April 2022
19:30 Uhr
Giacomo Puccini – Tosca (Konzertant)
Haus des Rundfunks - Berlin

Besetzung
Marco Armiliato - Dirigent
Melody Moore - Sopran (Floria Tosca)
Fabio Sartori - Tenor (Mario Cavaradossi)
Lester Lynch - Bariton (Baron Scarpia)
Kevin Short - Bass (Cesare Angelotti)
Alexander Köpeczi - Bariton (Ein Sakristan)
Colin Judson - Tenor (Spoletta)
Georg Streuber - Bariton (Sciarrone)
Axel Scheidig - Bass (Ein Schließer)
N.N. - Sopran (Ein junger Hirte)

Rundfunkchor Berlin
Ines Kaun - Choreinstudierung
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Christian Lindhorst - Choreinstudierung

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jonathan Santagada - Assistent des Dirigenten

Quelle, Hintergründe und Tickets: Runfdunk-Sinfonieorchester Berlin

 

Sonntag, 10. April 2022
9:30 Uhr
Johann Sebastian Bach, Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182
Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Johann Sebastian Bach
Bachkantate im Gottesdienst
Kantate "Himmelskönig, sei willkommen BWV 182

Kammerchor der Kreuzkirche
Chemnitzer Barockorchester

 

Leitung: Steffen Walther

Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Samstag, 9. April 2022
17:00 Uhr
10 Jahre Alumnimusizierstunden – Musik aus Dresden
Konzertsaal der Hochschule für Musik, Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
10 Jahre Alumnimusizierstunden – Musik aus Dresden

Werke von Joseph Schuster, Robert Schumann, Richard Wagner, Rainer Lischka

Mitwirkende:
Georg Streuber ( Bariton )
Annette Unger ( Violine)
Horst Zakowsky ( Violoncello )
Andreas Hecker, Christian Kluttig (Klavier )

Sonntag, 3. April 2022
18:00 Uhr
Gioachino Rossini – Petite Messe Solennelle
Johanneskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin

Elisabeth Starzinger - Sopran
Elisabeth Stützer - Alt
Jan Remmers - Tenor
Georg Streuber - Bariton

Klavier - Johanne von Harsdorf
Harmonium - Claudia Bartkowski

Leitung und Harmonium - Jörg Walter

Veranstaltung im Netz

Eintritt ist frei, Spende erbeten

Samstag, 2. April 2022
18:00 Uhr
Gioachino Rossini – Petite Messe Solennelle
Johanneskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin

Elisabeth Starzinger - Sopran
Elisabeth Stützer - Alt
Jan Remmers - Tenor
Georg Streuber - Bariton

Klavier - Johanne von Harsdorf
Harmonium - Claudia Bartkowski

Leitung und Harmonium - Jörg Walter

Veranstaltung im Netz

Eintritt ist frei, Spende erbeten

Sonntag, 13. Februar 2022
8:00 Uhr
Klassik für Kids: Was ist ein Bariton?
RBB Klassik(Radio)

Kurzes Interview mit Ortrun Schütz zum Thema "Bariton"

aus G. Mahler "Des Knaben Wunderhorn"

Lob des hohen Verstandes

Klavier: Markus Syperek

Sonntag, 23. Januar 2022
18:00 Uhr
Konzert mit Werken von J.S. Bach und C. Saint-Saëns
Johanniskirche Frohnau, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin

J.S. Bach - BWV 61 "Nun komm, der Heiden Heiland"
C. Saint-Saëns - Oratorio de Noël

Solisten

Leitung: Kantor Jörg Walter

 

Samstag, 22. Januar 2022
17:00 Uhr
Konzert mit Werken von J.S. Bach und C. Saint-Saëns
Ev. Nikolaikirche Oranienburg, Havelstraße 28, 16515 Oranienburg

J.S. Bach - BWV 61 "Nun komm, der Heiden Heiland"
C. Saint-Saëns - Oratorio de Noël

Solisten

Leitung: Kantor Jörg Walter

 

Sonntag, 21. November 2021
16:00 Uhr
Chorkonzert mit Werken von Saint-Saens, Vasks, Bach u. Charpentier
St. Ludwig, Ludwigkirchpl. 10, 10719 Berlin
C. Saint-Saens: Requiem
P. Vasks: Pater Noster
J. M. Bach: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
M. A. Charpentier: Te deum

Kirchenchor an St. Ludwig
Johanna Knauth-Sopran
Sophie Michel - Sopran
Amelie Baier - Alt
Alexander Simoes - Tenor
Georg Streuber - Bass

Kammerorchester
Leitung: Jacobus Gladziwa

Anmeldung unter: www.sanktludwig.de oder
im Pfarrbüro St. Ludwig
Eintritt: 15 €/10 €*
ggf. Abendkasse (Einlass nach den aktuellen Bestimmungen der Verordnung zur Eindämmung
der Corona-Pandemie)

(Kontakt: Katholisches Pfarramt St. Ludwig
Ludwiskircholatz 10. 10719 Berlin-Wilmersdorf)

Samstag, 30. Oktober 2021
16:00 Uhr
Concert d’amitié franco-ellemand
Sporthalle des Puschkingymnasiums, Rathenaustr. 43, 16761 Henningsdorf

C. Saint-Saens - Oratorio de Noel

J.S. Bach - BWV 61 Nun komm der heiden Heiland

N.N. - Sopran
N.N. - Mezzosopran
Sophie Caterin - Alt
Johoon Shin - Tenor
Georg Streuber - Bass

Chöre und Orchester der Musikschule Henningsdorf
Choeur du Conservatiore de Choisy le roi
Jörg Walter - Cembalo und Harmonium

Leitung - directeur du Convservatiore de Choisy le roi

 

Chorprojekt

Mittwoch, 13. Oktober 2021
20:03 Uhr
RundfunkchorLounge auf DLF Kultur
Deutschlandfunk Kultur

RundfunkchorLounge
silent green Kulturquartier, Berlin
Aufzeichnung vom 29.09.2021

„Die Gedanken sind frei“
Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl

Gustav Mahler
Das Lied des Verfolgten im Turm „Die Gedanken sind frei“ für Singstimme und Klavier

Wolfgang Rihm
„Mit geschlossenem Mund“ für 8-stimmigen Chor a cappella

Udo Zimmermann
Arie der Sophie aus „Weiße Rose“

Philip Moore
„Morning Prayer“
„Evening Prayer“
aus: Three Prayers of Dietrich Bonnhoeffer für gemischten Chor a cappella

Vasyl Barvinsky
Drei Lieder für Gesang und Klavier
fürstlicher Mond
Wiegenlied
Sonett

Mikis Theodorakis
Trio für Violine, Violoncello und Klavier

Isang Yun
„Epilog“ für Solo-Sopran, Frauenchor, Oboe, Flöte, Violine, Violoncello und Celesta
East-West Miniature 1 und 2 für Oboe und Violoncello

 

Edward Elgar
„They are at rest“ für gemischten Chor a cappella

Eva Friedrich, Sopran
Roksolana Chraniuk, Alt
Georg Streuber, Bariton
Gergely Bodoky, Flöte
Florian Grube, Oboe
Heather Cotrell, Violine
Anna Carewe, Violoncello
Florian Grube, Oboe
Gergely Bodoky, Flöte
Philip Mayers, Klavier und Celesta
Rundfunkchor Berlin
Gast: Barbara Beuys, Historikerin und Autorin
Moderation: Gayle Tufts
Leitung: Gijs Leenaars und Justus Barleben

Freitag, 17. September 2021
20:00 Uhr
Kammerkonzert in St. Ludwig
Katholische Kirche St. Ludwig, Ludwigskirchplatz 10, 10719 Berlin

J.S. Bach - Solokantate "Ich habe genug" BWV 82

Felix Mendelssohn-Bartholdy - Arien aus Paulus und Elias

Max Reger - zwei geistliche Lieder Op. 105

Gustav Mahler - ausgewählte Lieder

Georg Streuber - Bariton
Jacobus Gladziwa - Orgel

Eintritt: 10 €

https://eveeno.com/konzerte2109

Samstag, 26. Juni 2021
18:30 Uhr
Johannes Brahms – Ernste Gesänge Op. 121
kath. Kirche St. Ludwig - Ludwigkirchpl. 10, 10719 Berlin

Vier ernste Gesänge Op.121

Denn es gehet dem Menschen
Ich wandte mich und sahe an
Oh Tod, wie bitter bist du
Wenn ich mit Menschen

 

Georg Streuber - Bariton
Jacobus Gladziwa - Orgel

Freitag, 10. Juli 2020
20:03 Uhr
»Hölderlin – welch ein Wahnsinn« – Loungekonzert des Rundfunkchor Berlin
Radio Deutschlandfunk Kultur

u.a. mit Wolfgang Rihms "Wölfli - Liederbuch" für Bariton und Klavier
Philip Mayers - Klavier

Sonntag, 21. Juni 2020
10:00 Uhr
Rundfunkgottesdienst des RBB
übertragen aus der Lindenkirche Berlin

Predigt - n.n.

Lesung - n.n

Georg Streuber - Bariton
Kantor der Grunewaldkirche - Matthias Schmelmer

Montag, 4. Mai 2020
17:00 Uhr
abgesagt wg. Corona – Liederabend mit Roksolana Chraniuk und Mai Yakushiji
Polytechnic, Stepana Bandery St, 12, Lviv, Lviv Oblast, Ukraine, 79000

Konzertreihe der Polytechnik Lviv

Liederabend von Nachfahren im Ausland lebender Ukrainer

Programm:

Richard Strauss (1864 - 1949) "Letzte Blätter" Op. 10

Richard Wagner (1813 - 1883) Fünf Gedichte für eine Frauenstimme "Wesendonck - Lieder" WWV91

- Pause -

Ihor Kushpler (1949 - 2012) - Oy po hori roman tsvite

Mykola Lysenko (1842 - 1912) -Reve ta stohne

Sefania Turkewich (1898 - 1977) - Zhasminy, Buvaye tuzhu

Vasyl Barvinsky (1888 - 1963) - Kolysanka, Vechorom v khati, V lisi, Ja zasnuv

 

Roksolana Chraniuk - Alt
Georg Streuber - Bariton
Mai Yakushiji - Klavier

 

Mit herzlichem Dank an das www.ukrainianartsong.ca

 

Donnerstag, 13. Februar 2020
20:15 Uhr
Franz Schubert – Die Winterreise D911
Theater Hof 88, Elisabethhof 4, 7607 ZD, Almelo (NL)

Georg Streuber - Bariton
Mai Yakushiji - Klavier

 

Veranstalterseite

Sonntag, 5. Januar 2020
16:00 Uhr
Johann Sebastian Bach – Das Weihnachtsoratorium, Kantaten 4-6
Martin-Luther Kirche, Martin-Luther-Platz 5, 01099 Dresden
Mitwirkende:

Dorothea Wagner – Sopran
Ewa Zeuner – Alt
Albrecht Sack – Tenor
Georg Streuber – Bass

Dresdner Bachchor
Sinfonietta Dresden

Leitung: Kantorin Elke Voigt

Veranstalterseite

Kartenvorverkauf: Martin-Luther-Platz 5 zu den Öffnungszeiten der Verwaltung und unter www.reservix.de

Eintritt: 18/16€ (ermäßigt 14/12 € | 8-18 Jahre: 8€)
Sonntag, 22. Dezember 2019
18:00 Uhr
Friedrich Schneider (1786-1853) – „Christus, das Kind“ Oratorium in drei Teilen (deutsche Wiedererstaufführung)
Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal
Solisten:
Dorothea Brandt | Sopran
Roksolana Chraniuk | Alt
Dominik Wortig | Tenor
Georg Streuber | Bass

Kammerphilharmonie Wuppertal
Werner Dickel | Konzertmeister

Kantorei Barmen-Gemarke
Alexander Lüken | Leitung

Freitag, 20. Dezember 2019
17:00 Uhr
Johann Sebastian Bach – Das Weihnachtsoratorium für Kinder
Kreuzkirche Chemnitz, Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz

Alice Ungerer, Sopran
Julia Böhme, Alt
Christoph Pfaller, Tenor
Sebastian Richter, Bass

Georg Streuber, Sprecher

Kantorei der Kreuzkirche
Chemnitzer Barockorchester

Leitung: Steffen Walther

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Sonntag, 15. Dezember 2019
17:00 Uhr
Johann Sebastian Bach – BWV 243a Magnificat
Ev. Kirche Crostau, Kirschauer Str. 6, 02681 Crostau

Das Magnificat, der „Lobgesang der Maria“, ist eine der schönsten Kompositionen Bachs für die Advents- und Weihnachtszeit, allerdings viel seltener aufgeführt als z.B. das Weihnachtsoratorium. Es bildet den diesjährigen weihnachtlichen Höhepunkt der Crostauer Konzertreihe.

Eine Aufführung mit Barockinstrumenten des 18. Jahrhunderts bzw. Nachbauten hat Seltenheitswert und bietet besonderen Reiz angesichts der reichen Instrumentierung des Werkes (Streicher, Oboen, Querflöten, Trompeten und Pauken).

Mitwirkende: Dresdner Barockorchester, Solisten, Kirchenchor Crostau

Leitung Lucas Pohle

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Samstag, 7. Dezember 2019
19:30 Uhr
Johann Sebastian Bach – Das Weihnachtsoratorium Kantaten 1, 4 und 6
St. Nikolaikirche, Neustädter Kirchhof 23, 06484 Quedlinburg

Mit dem Quedlinburger Oratorienchor, den Kinder-und Jugendchören, dem Orchester musica juventa, Organist Friedrich Sacher, Trompetenensemble Lutz Hildebrandt

Solisten:
Dorothea Wagner (Sopran)

Anna-Maria Tietze (Alt)
Christian Volkmann (Tenor)
Georg Streuber (Bass)

Leitung: Domorganist Markus Kaufmann

Veranstaltungsseite

Samstag, 30. November 2019
18:00 Uhr
Johann Sebastian Bach – Das Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 1-3
Stadtkirche am Markt, Lutherstadt Wittenberg

Wittenberger Kantorei und Junge Kantorei mit Solisten und Orchester St. Marien
Leitung: Heike Mross-Lamberti

Kosten
Eintritt: 9,- € (erm. 5,- €), 14,- €, 28,- €
Vorverkauf: Stadtkirche (03491-404415)

Kontakt
Ev. Stadtkirchengemeinde Wittenberg
Telefon: 03491 - 404415

Quelle:
Ev. Stadtkirchengemeinde
Ansprechpartner: Kantorin Heike Mross-Lamberti
Am Feldberg 2
06886 Lutherstadt Wittenberg
E-Mail: mross-lamberti@kirche-wittenberg.de

Sonntag, 24. November 2019
9:30 Uhr
Johann Sebastian Bach, Kantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ BWV 26
Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Johann Sebastian Bach
Bachkantate im Gottesdienst
Kantate "Ach wie flüchtig, ach wie nichtig" BWV 26

Jana Büchner - Sopran
Stefan Kunath - Alt
Patrick Grahl - Tenor
Georg Streuber - Bass

Kammerchor der Kreuzkirche
Chemnitzer Barockorchester

 

Leitung: Steffen Walther

Kreuzkirche Kaßberg Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Pauli-Kreuz Henriettenstraße 36, 09112 Chemnitz, Deutschland

Sonntag, 17. November 2019
18:00 Uhr
Johannes Brahms – Ein deutsches Requiem Op. 45
Lutherkirche, Patersgang 1, 26789 Leer, Germany

Vor 150 Jahren wurde am 18. Februar 1869 das Oratorium „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt.Ein Jahr zuvor war dieses fantastische Werk schon am Karfreitag im Bremer Dom zu hören und dies sogar unter der Leitung des Komponisten selbst.Allerdings fehlte hier noch der fünfte Satz, der erst im darauf folgenden Jahr von ihm komponiert wurde und das Werk in der Weise komplettierte, wie wir es heute kennen.150 Jahre nach der Uraufführung wird der Heinrich-Schütz-Chor Ostfriesland, zusammen mit einem Orchester und Solisten dieses bedeutende und von den Menschen geliebte Werk zum Volkstrauertag aufführen.Es wird allerdings nicht die sinfonische Fassung erklingen, die mit einer Chorgröße von gut 200 Sängerinnen und Sängern und einem groß besetzten Sinfonieorchester rechnet, sondern es wird eine Fassung sein, die das Werk für Kammerchöre interpretierbar macht und ihm dabei einen intimeren Charakter gibt. Joachim Linckelmann hat diese Bearbeitung erstellt.

Ausführende:Heinrich-Schütz-Chor Ostfriesland
Johanna Knauth (Sopran)
Georg Streuber (Bariton)
ensemble reflektor
Leitung: KMD Joachim Gehrold
Eintrittspreise: Rot: 20 € / Grün: 18 € / Gelb: 12 € / Weiß: 6 €, ermäßigt 4 €.
Schüler haben im Bereich „Weiß“ an der Abendkasse freien Eintritt.
Vorverkauf: Buchhandlung Plenter ab 22. Oktober. 

Ein fantastisches Orchester, sowie hervorragende Solisten konnten verpflichtet werden.
Das ensemble reflektor ist schon mehrfach in der Lutherkirche aufgetreten und hat das Publikum mit seinem Temperament, seinem Klangsinn, seiner Virtuosität und engagierten Spiellust begeistert. Als Konzertmeister agiert Joosten Ellée.
Das Orchester beschreibt sich so:„40 befreundete Musikerinnen und Musiker gründeten im Frühjahr 2015 ensemble reflektor; nicht nur, um in genau dieser Formation spielen zu können, sondern auch, um einen gemeinsamen Weg einzuschlagen. Wie vermittelt man als professionell ausgebildeter „Klassiker“ Leidenschaft für Musik und begeistert vor allem Gleichaltrige und klassikfernes Publikum? ensemble reflektor sieht sich als Botschafter einer Musikkultur ohne Grenzen und als Kammerorchester, das sowohl sich als auch den Musikerberuf sowie die Branche reflektieren will. Selbstverwaltet und unabhängig, bietet ensemble reflektor Raum für Mitbestimmung und Verwirklichung eigener Ideen.“Die beiden Gesangspartien werden gesungen von:
Johanna Knauth - Sopran und Georg Streuber - Bariton. Beide haben mit bedeutenden Dirigenten, Orchestern und Chören gearbeitet, sind in den Bereichen Oper, Lied und Oratorium unterwegs, wurden zu Gastspielen eingeladen und waren bei Gesangswettbewerben erfolgreich.

Quelle: Joachim Gehrold

Donnerstag, 19. September 2019
19:00 Uhr
Antonin Dvorak – Rusalka(konzertant)
Berliner Philharmonie

Dvořáks „Rusalka“ konzertant Die unmögliche Liebe

Moderation: Volker Michael

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Dvořáks Märchenoper „Rusalka“ haben das DSO Berlin und der Rundfunkchor beim Musikfest Berlin aufgeführt. Auch der Solistencast konnte sich sehen lassen, Sally Matthews gab die Rusalka, Klaus Florian Vogt den Prinzen. Robin Ticciati dirigierte.

Ihren Antonín-Dvořák-Schwerpunkt in der aktuellen Konzertsaison eröffneten das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und sein Chefdirigent Robin Ticciati mit einem besonders aufwändigen Abend, mit der subtilen Märchen-Oper „Rusalka“ des tschechischen Meisters. Die konzertante Aufführung war zugleich der Abschluss des Musikfests Berlin.

 

Damit erhielt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin die seltene Gelegenheit, sich als brillantes und einfühlsames Opernorchester zu profilieren. Wie zuvor im Sommer bereits beim Opernfestival in Glyndebourne interpretierte Sally Matthews die Titelrolle.

Übernahme aus Glyndebourne

Auch die meisten anderen Solisten hatten zuvor in England gesungen, nur der Tenor Klaus Florian Vogt war als Prinz kurzfristig eingesprungen. Außerdem dabei war der Rundfunkchor Berlin in dieser sensiblen und zugleich mitreißenden Aufführung in tschechischer Originalsprache. Das Alterswerk Antonín Dvořáks erstrahlte so in neuem Glanz.

Warum den Menschen im Jahr 2019 Märchen erzählen? Und dann auch noch eines, das ein lebensweiser Komponist quasi zum Ende seines Lebens hin verfasst hat? Die Werke seiner märchenhaften Periode (neben der „Rusalka“ fünf Sinfonische Dichtungen wie „Die Mittagshexe") komponierte Dvořák erstaunlicherweise auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, nach seinen großen Sinfonien, dem Cellokonzert und dem Stabat Mater, um nur einige zu nennen. Als wolle er wie ein Großvater seinen Enkeln kluge Geschichten erzählen.

Das Schicksal ist gerecht

Die Stimmung, Handlung und die Aura dieser Oper fasste der im Mai 2017 verstorbene tschechische Dirigent Jiří Bělohlávek so zusammen: „Die Gesetze der Natur sind streng, das Schicksal seinem Wesen nach gerecht und die Liebe ist eine ewige wundervolle Blüte...“  So einfach dieser Satz sich liest, so schwierig ist es, dessen Essenz musikalisch auszudrücken. Die Rusalka, die Nymphe, die Undine, die Meerjungfrau – sie ist eine universelle Märchenfigur, die in den Sagenschätzen der meisten Kulturen der Welt in der ein oder anderen Form vorkommt.

Sinn einer Grenzüberschreitung

Es sind zwei quasi unverbundene Welten, die in der Oper nebeneinander existieren, das Reich des Wassermanns, der Rusalka und ihrer Geschwister, der Nymphen. Auf der anderen Seite befindet sich das Reich der Menschen, des unsteten Prinzen, der schamlosen Fremden Fürstin und der handfesten und ehrlichen „einfachen“ Leute Jäger, Heger und Küchenjunge. Irgendwo dazwischen steht die Hexe Jezibaba – sie kann beide Welten überblicken und steuern, sie verhilft Rusalka zu einer menschlichen Gestalt, die jedoch von Stummheit geschlagen ist. Denn Rusalka begehrt auf. Sie will die andere Welt kennen lernen, aus Liebe zum Prinzen, den sie am See getroffen hat, aber auch aus Neugier und Trotz, aus autonomer Kraft? Sie überschätzt sich und alle anderen, vor allem die Treue des Prinzen, der sich mehr zur sinnlichen Fremden Fürstin hingezogen fühlt als zu seiner Rusalka, die stumm und kalt ist wie ein Fisch, wie ein Wasserwesen eben. Das Ende, wie es Dvořák gestaltet, lässt nur ganz wenig Raum für Hoffnung, dass derlei Grenzüberschreitungen sinnvoll sind.

Musikfest Berlin
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 19. September 2019

Antonín Dvořák
„Rusalka“ – Oper in drei Akten auf Märchen von Karel Jaromír Erben und Božena Němcová
Libretto: Jaroslav Kvapil (konzertante Aufführung)

Der Prinz – Klaus Florian Vogt, Tenor
Rusalka – Sally Matthews, Sopran
Der Wassermann – Alexander Roslavets, Bass
Die Fremde Fürstin – Zoya Tserenina, Mezzosopran
Die Hexe Jezibaba – Patricia Bardon, Mezzosopran
Der Heger – Colin Judson, Tenor
Der Küchenjunge – Bethany Horak-Hallett, Sopran
Der Jäger – Georg Streuber, Bariton
Erste Nymphe – Noluvuyiso Mpofu, Sopran
Zweite Nymphe – Anna Pennisi, Sopran
Dritte Nymphe – Alyona Abramova, Mezzosopran
Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Robin Ticciati

Mittwoch, 19. Juni 2019
19:30 Uhr
Rundfunkchor-Lounge 30 Jahre Mauerfall
silent green Kulturquartier

zum Nachhören:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/rundfunkchorlounge-30-jahre-mauerfall-musikalische.1091.de.html?dram:article_id=462559#

RundfunkchorLounge: 30 Jahre Mauerfall
Musikalische Entdeckungen

 

Musik aus Ost und West, entstanden zwischen 1950 und 1989, steht im Zentrum dieser Lounge. Und natürlich persönliche Geschichten und Erfahrungen aus der Zeit vor und nach dem Fall der Mauer.

19 Sängerinnen und Sänger des Rundfunkchores Berlin waren schon vor 1989 Mitglieder des Chores. Die wechselvolle Geschichte des Ensembles war also für manche auch eine sehr persönliche. In den Gesprächen der Lounge werden diese Geschichten erzählt. Außerdem geht es um eine besondere Biografie: die des Schriftstellers Ronald M. Schernikau, der als überzeugter Sozialist im Westen DDR-Bürger werden wollte. Lange wurde ihm dieser Wunsch verwehrt, bis er Ende August 1989 endlich erfüllt wurde. Zwei Monate vor dem Fall der Mauer.

Künstlerische Vielfalt

Musikalisch hat Chefdirigent Gijs Leenaars, geboren 1978 in Nijmegen in den Niederlanden, viele Entdeckungen gemacht, seien es Werke von Ruth Zechlin oder Paul Dessau, die in DDR nicht überall zu hören waren, oder auch von Hans Werner Henze. Drei Liedern von Wolf Biermann hat Philip Mayers für Chor und Klaviertrio bearbeitet  – und plötzlich klingt Wolf Biermann fast wie Hanns Eisler.

Ein Abend, der nicht nur zurück blickt, sondern auch nach vorn, moderiert von der deutsch-US-amerikanischen Entertainerin Gayle Tufts.

RundfunkchorLounge – 30 Jahre Mauerfall
Aufzeichnung vom 19.06.2019 im silent green Kulturquartier, Berlin

Hanns Eisler
„Ernste Gesänge“
(Bearbeitung für Bariton und Klavier von Tobias Fasshauer)

Ruth Zechlin
„Verkündigung“ für Bariton und Klavier

Hans Werner Henze
„Epitaph“ für Violoncello solo

Paul Dessau
„Klage des Fischweibs“ aus der Oper „Die Verurteilung des Lukullus“ für Alt und Klavier

Marianne Rosenberg
„Amerika“ für Frauenchor und Band

Wolf Biermann
„Drei Kugeln auf Rudi Dutschke“
„Ermutigung“
„Und als wir ans Ufer kamen“
(Bearbeitung für Chor und Klaviertrio von Philip Mayers)

Hans Werner Henze
„Kohlen für Mike“ für Männerchor a cappella op. 35 Nr. 1
„Die erfrorenen Soldaten“ für Männerchor a cappella op. 35 Nr. 2

Johannes Brahms
„Wo ist ein so herrlich Volk“ für gemischten Chor op. 109 Nr. 3

Judith Simonis, Alt
Georg Streuber, Bariton
Daniela Braun, Violine
Anna Carewe, Violoncello
Hendrik Heilmann, Klavier
Axel Scheidig, E-Gitarre
Sascha Glintenkamp, E-Bass
Young Wook Kim, Schlagzeug
Rundfunkchor Berlin
Leitung: Gijs Leenaars
Moderation: Gayle Tufts

Sonntag, 26. Mai 2019
15:00 Uhr
Liederabend mit Jana Büchner und Sebastiaan Oosthout
Nijmegen

mit Werken von Mozart, Mendelssohn, Hensel